Tischtennistraining mit Feedback

 
 

 


Kann Timing trainiert werden ?


Ein Thema, dass aktuell im TT-NEWS-Forum (11/2007) diskutiert wird.


Was ist beim Tischtennis-Training  zu beachten,

um eine Verbesserung des Timings zu erzielen?


Im Tischtennis bedeutet TIMING nach meinem Verständnis
eine "gute zeitliche und inhaltliche Koordinierung"

- der Auge/ Hand - Funktion,
- der Schlagbewegung und
- der Beinarbeit.


Auge/ Hand - Funktion:

Der Spieler sieht, welche Schlagbewegung der Gegenspieler ausführt.

Er sieht nachfolgend, in welche Flugbahn der geschlagene Ball eintritt
und ein geübter Spieler erkennt eventuell am Ballstempel die Ballrotation. 

Vom Auge fließen die erkannten Signale zum Gehirn, wo die "Antizipation" erfolgt.

          Wikipedia: Antizipation (Sport), im Sport die mentale Vorwegnahme
                                                            eines künftigen Bewegungsablaufes 

         Auszug aus Wikipedia

        "In jedem dieser Fälle werden die gegenwärtigen Sinneseindrücke im Abgleich
 
         mit bestehenden Gedächtnisinhalten verwendet,

         um sich durch möglichst geeignete Aktionsmuster
 
         auf die unmittelbar bevorstehende Situation einzustellen."


Es ist offensichtlich, dass beim "Abgleich mit bestehenden Gedächtnisinhalten"
geübte Tischtennisspieler gegenüber Anfängern über ein größeres Potential verfügen. 


Der geübte Tischtennisspieler verfügt auch über eine größere Anzahl
geeigneter Aktionsmuster, um nach Bewertung des ankommenden Balles
seine Aktion mittels eines erfolgreichen Rückschlages durchzuführen.



Es geht also um Erfahrungen beim Erkennen -AUGE-

und anhand individuell erlernter Tischtennistechniken -AKTIONSMUSTER-

um die FÄHIGKEIT mit seiner HAND ,

eine optimale Antwort in Form eines guten Rückschlages zu geben.



Es ist die Aufgabe der Jugendtrainer mit geeigneten Trainingsinhalten
den Anfängern diese Fähigkeiten Schritt für Schritt zu vermitteln. 
 


Schlagbewegung:

Die Schlagbewegung wird gekennzeichnet durch

- die AUSHOLBEWEGUNG 
- den BALLTREFFPUNKT und
- die AUSSCHWUNGPHASE


Die Ausholbewegung variiert in - seiner Länge
                                                      - seiner Bewegungs-Richtung und -Form
                                                      - seinem Geschwindigkeitsverlauf.



Der Balltreffpunkt kann nach dem Ballaufsprung
                                                      - in der aufsteigenden Phase ,

                                                      - im höchstem Punkt oder

                                                      - in der fallenden Phase erfolgen.


Um bei einem auszuführenden Schlag (Konterball, Topspin, Flip oder US-Abwehrschlag) 
den Balltreffpunkt bestimmen zu können, ist eine gute Beinarbeit erforderlich.  

               


Die Ausschwungphase variiert gleichfalls in
               - seiner Länge
               - seiner Bewegungs-Richtung und -Form
               - seinem Geschwindigkeitsverlauf .
Sie beginnt nach dem Balltreffpunkt und wird maßgeblich von der Ausholbewegung bestimmt.

Im Normalfall sollte die Ausschwungphase vor der Nase enden.

Ein ständiges Durchschwingen bis zur Schulter sollte vermieden werden:
               
                - die Rücknahme des Schlägers kostet zusätzliche Zeit,
                  die bei der Ausführung des folgenden Schlages fehlen kann.

                - bei frühem Balltreffpunkt geht die Bewegungsrichtung
                  beim Durchschwingen des Schlägers
                  quer zur Flugrichtung des ankommenden Balles.

                  Kantenschläge und das Verfehlen des Balles treten häufiger auf.


Beinarbeit:

 Zur Beinarbeit  gehört 

               - eine aktive Körperhaltung, 

               - eine optimale Stellung der Körperachse zum Tischtennis-Tisch und

               - ein optimaler Standort des Spielers zum ankommenden Ball
                 nach durchgeführter Beinarbeit bei seiner Schlagausführung.


Schlußfolgerung:

Eine "gute zeitlich - inhaltliche Koordinierung"

- der Auge/ Hand - Funktion,
- der Schlagbewegung und
- der Beinarbeit

wird durch intensives Training von unterschiedlichen Übungen
mit und ohne Tischtennis-Trainingsgeräte gefördert.


In den Verbandsspielen erfolgt die Umsetzung im Spiel Kind gegen Kind,
Jugendlicher gegen Jugendlichen, Frau gegen Frau oder Mann gegen Mann.

In den Verbandsspielen werden auch Erfahrungen zum TIMING gesammelt und erkannt,
ob bereits eine erfolgreiche Umsetzung
der Trainingsergebnisse im Wettkampf eingetreten ist. 



Returnboard-Tischtennistraingsgerät zum Timingtraining


Ziel eines guten TIMINGS ist, den Ball mit optimalen PTRF-Kriterien zurückzuspielen:

            mit einer konkreten PLATZIERUNG

            mit optimalem TEMPO

            mit einer dem Schlagziel angepassten ROTATION und

            mit dementsprechender FLUGHÖHE des Balles.

Für Kinder und Jugendliche ist es sinnvoll,
Schritt für Schritt verschiedene Techniken zu erlernen und
und die entsprechenden individuellen Aktionsmuster dafür zu speichern.

Am Returnboard wird die Trainingssituation für Anfänger vereinfacht.

Es wird mit dem Training des KONTERBALLES begonnen,
bei dem nur die PLATZIERUNG und das TEMPO 
bei einer einfachen Blockwinkeleinstellung zu timen sind. 

Der Anfänger erfährt die Wechselwirkung von kleiner und großer Ausholbewegung,
   -  des damit verbundenen Balltempos und
   -  der davon abhängigen Ballfluglänge und
   -  des vom Returnboard entsprechend returnierten Balles. 


Dabei trainiert der Spieler gleichzeitig die Platzierung ,
indem er auf den Bereich vor der Grundlinie zielt,
also einen langen Ball trainiert,
der auch als langer Ball zurückkommt und
damit die Voraussetzung für einen mehrmaligen Ballwechsel erfüllt.


Erste individuelle Aktionsmuster für das "Ballgefühl" werden geprägt.


Ein Anfänger erfährt weiterhin, wenn seine Ballflugrichtung streut,
dass er eine entsprechende Beinarbeit durchführen muss,
um zum zurückkommenden Ball optimal zu stehen.

Der Trainierende erhält vom Returnboard ein deutliches Feedback
unmittelbar nach der Schlagausführung
und kann sich so individuelle Aktionsmuster für gut ausgeführte Schläge erarbeiten.

Andererseits erhält er auch eine optische Rückmeldung über schlecht gespielte Bälle.

Dann sollte der Anfänger von seinem Trainer entsprechende Korrekturhinweise erhalten,
um sein Schlagergebnis zu verbessern.


Aus Schlagausführung, Schlagergebnis, Korrektur, erneutem Versuch,
erneuter Bewertung der korrigierten Technik
wird der Spieler lernen und individuelle Schlagmuster speichern.

So kann er Schritt für Schritt, Training für Training,
seine feinmotorischen Fähigkeiten verbessern.

Im ersten Schritt wird somit mittes Konterball-Training PLATZIERUNG und TEMPO trainiert.



Die Anforderung wird gesteigert, indem im zweiten Schritt zusätzlich die ROTATION
trainiert wird.

Hier kommt die Funktion der Returnboard-Beläge voll zum Tragen, ein
 
deutliches optisches Feedback zu ROTATION eines auftreffenden Balles

zu geben.


Durch die Blockwinkeleinstellung in 21 Level-Stufen können

       - mit geöffnetem Blockwinkel langsamere Bälle mit höherer Ballflugbahn
         und weniger Rotation

       - mit Schließen des Blockwinkels schnellere und flach über das Netz fliegende Bälle
         mit stärkerer Rotation

trainiert werden.


Für einen erfolgreichen Ballwechsel erfordert
 
das Schließen des Blockwinkels eine verstärkte Ballrotation.
 


Somit können vom Trainierenden die individuellen Aktionsmuster für TOPSPIN-SCHLÄGE
mit geringerer und verstärkter Rotation trainiert werden.

So wird meist der RÜCKHAND-TOPSPIN mit weniger ROTATION
als der VORHAND-TOPSPIN gespielt.

Der Blockwinkel ist dementsprechend beim RÜCKHAND-TOPSPIN weiter geöffnet
als bei einem VORHAND-TOPSPIN bei dem durch eine größere Ausholbewegung
mehr TEMPO und ROTATION erzeugt werden kann.


Ein intensives Training mit
 
                       - schnellen Bällen
                       - mit viel Rotation
                       - einer sicheren Platzierung
                       - entsprechender Ballflugbahn und
                       - aktiver Beinarbeit

in einem längeren Ballwechsel zwischen 5 und 10 Returns
erhöht die Returnstabilität eines Spielers.

5 bis 10 Returns sind Ausdruck eines guten TIMINGS und eine Grundlage
für die erfolgreiche Umsetzung in den Verbandsspielen. 




Verbesserung des TIMING´s im Trainings-Camp 


Beim Tischtennislehrgang in Oberkirch 2004 habe ich im Trainerteam mit 
Alf Knutsson und Mikael Appelgreen zusammengearbeitet.

In die Trainingsgestaltung wurde das Double Returnboard einbezogen.

 
Ziel des Returnboard-Einsatzes war, bei den Lehrgangsteilnehmern die Probleme haben,
 
den Ball länger im Spiel zu halten, die Return-Stabilität bei Konterball und Topspin
 
innnerhalb eines längeren Ballwechsels zu verbessern.


     

Beim Training am Returnboard erfolgte durch den Trainer
die Korrektur der Technik
unter Berücksichtigung der Beinarbeit beim:

VORHAND-KONTER
RÜCKHAND-KONTER
VORHAND-TOPSPIN
RÜCKHAND-TOPSPIN


Nach einigen Trainingseinheiten stellten sich Erfolge ein,
indem  längere Ballwechsel am Double Returnboard gelangen.




Nun konnte der Blockwinkel geschlossen werden und Ballwechsel
mit mehr ROTATION und höherem TEMPO trainiert werden. 

Den Grund sieht  Alf Knutsson darin, dass beim Training am Returnboard
das individuelle TIMING trainiert und verbessert wird.
 


Alf Knutsson, Mikael Appelgreen und Siegfried Schweiß
bei einer Trainings-Demonstration


Und dem Urteil von Alf Knutsson kann man vertrauen, denn er hat Jan-Ove Waldner 
in jungen Jahren trainiert - und jeder weiß,
mit welchem ausgezeichnetem Timing Jan-Ove Waldner sein Spiel gestaltet.



 
  
 

     Mikael und Michael                        "Timing beim Grillen"  nach dem Training 

                                                                        ... um Körper und Geist in Laune zu halten!

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Returnboard - für das Training offensiver Schlagtechniken
                                                                
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