Tischtennistraining mit Feedback

 
 

besseres Tischtennistraining mit feedback-Trainingsgeräten


In meinem Verein wird fast nicht richtig trainiert !

... schrieb ein Tischtennisspieler im Tischtennisforum.





Der Spieler wollte über das Thema Balleimertraining Erfahrungen
austauschen und schrieb daher:

Es würde mich interessieren wie ihr trainiert.
Praktiziert ihr Systemtraining und/oder Balleimertraining?
Könntet ihr vielleicht auch eure Spielstärke dazuschreiben ?
In meinem Verein wird fast überhaupt nicht richtig trainiert.
Finde ich schade, denn hartes Training macht doch auch Spaß!

Es entstand zur Gestaltung des Vereinstrainings eine rege Diskussion,
aus der ich die folgenden Beiträge ausgewählt habe:


BALLEIMERTRAINING

Wir kombinieren Balleimertraining mit Systemtraining ( siehe Wilson ).
In unserem Verein praktizieren das jedoch nur meine Wenigkeit und 3 Mitspieler
der 1. Herrenmannschaft ( Bezirksklasse WTTV ) .
Nudge 76: genau das gleiche passiert uns auch.
Wir werden belächelt wenn wir Balleimertraining bzw. Systemtraining absolvieren.
Ich könnte nie so trainieren wie die Cracks aus den unteren Mannschaften .
5 Minuten einspielen und dann : machen wir ne "Spill".
Für mich ist das Training nur erfolgreich, wenn der Schweiss in Strömen fließt.

Wie wollen diese Leute sich eigentlich verbessern?

Wenn sie dabei glücklich sind okay, aber man spürt ein bisken den Neid,
wenn wir so trainieren und uns die Bälle um die Ohren hauen.
Aber " quälen " wollen sie sich nicht.
Es ist doch sehr interessant zu beobachten, wie man sich auch noch im fortgesetzten Alter
von bald 37 Jahren (meine Person) noch verbessern kann !
Da ich nicht so flink bin, mache ich des öfteren Beinarbeitstraining.

Ich bleibe dabei : 1 Stunde intensives Systemtraining und dann das obligatorische Match!
Alles andere ist rumgedaddel.

Gruß Woody

 

In der Jugend arbeite ich viel mit Balleimer.
Allerdings beschränkt es sich dort auf das Erarbeiten der Grundtechniken und Beinarbeitstraining.

In unserer Mannschaft machen wir auch manchmal Balleimertraining.
Zum einen, um Übungen des Kindertrainings auszuprobieren und meine Zuspiel zu verbessern
(muss meine Trainerprüfung noch ablegen
), zum anderen als Systemtraining.
Dabei werden wir jedoch oft von den anderen Mannschaften belächelt.
Das ist wohl nur der pure Neid, weil die nicht so ein tolles Training haben
.
oder halt einfach zu faul sind, sich mal den Balleimer zu schnappen.

Ich denke, dass bringt auch im Erwachsenentraing viel. Vor allem Sicherheit und Kondition.

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MfG Jessica

Sieger zweifeln nie, Zweifler siegen nie !



 

Ich trainiere unsere Damenmannschaft.
Sie haben neu angefangen in der Kreiklasse A.

Sie bestehen aus 2 EX-Landesligaspielerinnen
Mit ihnen trainiere ich hauptsächlich Topspinübungen (System)
und Aufschlag-Rückschlagtraining, Beinarbeit und allg. Verbesserung im Aufschlag.

Die beiden anderen haben neu angefangen.
Hier mache ich viel Balleimertraining um die Grundschläge und die Technik bei gleichen Bällen zu trainieren.

Ich spiele Verbandsliga, aber wie gesagt ist das Auge wichtiger!!

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GrussWilson

 

 

Wie ich das Training im Erwachsenenbereich (Damen -> Anfänger und Fortgeschrittene) gestalte,
habe ich ja bereits beschrieben.

Aber:
Auch das Training für mich selbst wird immer wieder mal mit Balleimern gearbeitet.
Wohlgemerkt in der Verbandsliga. Man ist nie zu gut für ein gutes Balleimertraining.
In erster Linie denke ich da an sog. variables Balleimertraining.
Funktioniert wie Systemtraining.
Der erste lang links >RückhandTopspin, dann Flip rechts kurz,
dann wieder lang links, umspringen Vorhandtopspin.
Die Bälle kommen genauer und regelmässiger als beim Systemtraining.
Ist also geeigneter für Technikschule und auch Beinarbeit.

Übrigens haben viele von euch auch den Film "Klein, schnell und ausser Kontrolle" gesehen.
Hier seht ihr dass Balleimertraining (natürlich gepaart mit Systemtraining)
auch dort (Nationalmannschaft zB) viel praktiziert wird.

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Gruss Wilson

 

Bei uns wird eher so Rudimentärballeimertraining praktiziert,
da die meisten Schüler/Jugendlichen kaum einen Schlag richtig beherrschen.

Also: Meistens läuft es auf einfache, regelmäßige Konter- oder Topspinübungen heraus,
mitunter auch mal 'n Falkenberg, aber mehr ist kaum drin, das würde die Kinder überfordern.

Mit den etwas Besseren spiele ich meistens frei und übrigens auch
immer mit meiner üblichen Rückhandnoppe, um diese an diese im unteren Erwachsenenbereich
häufig vorkommende "Spielart" zu gewöhnen!

Ich selbst spiele KK C, dennoch würde ich es mir zutrauen,
durchaus auch höherklassische Teams zu trainieren,
denn das "Auge" fürs Coaching ist meinerseits vorhanden



Gruß Jancsi

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Tue Gutes und red' drüber!


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Balleimertraining 

Grundlagen und Trainingshinweise

 

Vom Anfänger bis zum Leistungsbereich ist das Balleimertraining

ein unentbehrlicher Teil des Tischtennistrainings.

 

Um sinnvoll und zielgerichtet Balleimertraining ausführen zu können, benötigt man:

 

Einspieler mit Tischtennisschläger

Tischtennis-Tisch mit Netz

20 bis 50 Tischtennis-Trainings-Bälle

Ballbehälter; 2 Stück

Spielfeldumrandungen für eine komplette Box

 

Für das Balleimertraining eignen sich Trainings- oder Roboterbälle,

die im Fachhandel günstig zu beziehen sind (144-er Pack).

 

Für jeden Tisch sollten mindestens 2 Ballbehälter vorhanden sein,

nämlich einer zum Zuspielen und ein anderer zum Bälle einsammeln.



Die Einspieltechniken

 

Die Qualität des Einspiels, sowie der Erfolg des Balleimertrainings überhaupt,
hängen maßgeblich von den technischen Fertigkeiten des Zuspielers ab.

Das Einspielen muss geübt werden!

Selbst sehr gute Wettkampfspieler müssen die unterschiedlichen Einspieltechniken lernen!
 

 

1. Der regelgerechte Aufschlag

 

Verwendung findet diese Form im Technik- und Taktik-Balleimertraining; 
- beispielsweise beim Erlernen von Topspinschlägen oder Konterschlägen.
 
Im Taktiktraining setzt man den regelgerechten Aufschlag 

zum Aufschlag-Rückschlagtraining ein.
 
Als Einspiel macht der Trainer regelgerechte Aufschläge,
um das Rückschlagverhalten seines Spielers zu verbessern.
 
Oder aber der Spieler macht standardisierte Aufschläge, die der Trainer retourniert,
um beim 3.-ten Ball die Spieleröffnungs-Fähigkeiten seines Spielers
auf einen Rückschlag zu trainieren.

Der Spielpraxis näher liegt jedoch das direkte Einspielen,
da der Ball dabei nicht auf der eigenen Tischhälfte aufspringt.

 

2. Direktes Einspiel

 Bei dieser Form des Einspiels wird der Ball aus der freien Hand
direkt auf die Tischhälfte des Gegners geschlagen,
ohne dass der Ball die eigene Tischhälfte berührt.
Mit dieser Einspielart kann man fast alle Schlagtechniken imitieren. 
Der Trainer inklusive Balleimer hat seinen Standort in Netznähe;
beim Vorhandeinspiel links zum Trainierenden, also auf dessen Vorhandseite;
beim Rückhandeinspiel rechts zum Trainierenden, also auf dessen Rückhandseite.

Variiert werden können:

variables Schupfball- Einspiel  (variabel in Tempo/Rotation/Platzierung)

variables Konterball- Einspiel

variables Topspin- Einspiel

variables hohes Einspiel (Ballonbälle)


3. Indirektes Einspiel 

Diese Form des Einspiels stellt eine Vereinfachung gegenüber dem direkten Einspiel dar,
da der Einspieler den Ball zuerst auf seiner eigenen Tischhälfte aufspringen lässt,
bevor er ihn übers Netz schlägt. 

Diese Zuspieltechnik eignet sich vor   allem für Ungeübte,
um    die   eigenen  Zuspielfertigkeiten  zu  verbessern.
 

Ein weiterer Vorteil ist in der spielnahen Einspielweise des Balles zu sehen,
der erst nachdem er auf dem Tisch aufgesprungen ist,
vom Einspieler übers Netz gespielt wird.

Die Ballfrequenz ist etwas niedriger, als beim direkten Balleinspiel,
sodass dem Trainierenden etwas mehr Zeit für seine Schlagvorbereitung bleibt. 
 

Die Auswahl der entsprechenden Organisationsform hängt von der Zielsetzung des Trainings ab,

also technisches, taktisches oder konditionelles Balleimertraining.


 

4. Trainingsteilnehmer als Einspieler

 

Wenn Trainingspartner selbst als Einspieler fungieren, 
dann ist es ratsam, die Wechselfolge zwischen den Trainierenden vorher festzulegen.
 
Zur Auswahl stehen:
 

- wenn der Übende eine bestimmte Anzahl an Fehlern begangen hat,

- wenn der Übende eine bestimmte Anzahl an guten Schlägen gemacht hat,

- wenn alle im Balleimer befindlichen Bälle gespielt wurden,

- wenn eine bestimmte Zeitvorgabe abgelaufen ist.


 

5. Der Trainer als Einspieler

 

Die beste Lernerfolgs- Kontrolle hat der Trainer, wenn er selbst Einspieler ist.

Bei guten technischen Fertigkeiten kann der Trainer

sein Zuspiel dem Niveau des Übenden anpassen.
 

Er kann dabei den Spieler motivieren als auch korrigieren.

Aus vielen Gesprächen ist bekannt,
dass Tischtennis-Spieler diese Art des Trainings
als sehr intensiv und hilfreich empfinden!
 

Man muss sich aber auch bewußt sein,
dass diese Form des Balleimertrainings den "Trainer an einem Tisch bindet"
und er daher in diesem Zeitraum der Trainingsgruppe nicht zur Verfügung steht!

Die Trainingsgruppe sollte dann entsprechend der Traineranweisung
ihre Übungen selbständig fortführen.
 

 

6. Variablen beim Bälle-Einsammeln

 

Zum Einsammeln der Bälle kann der Trainer einen oder mehrere Spieler beauftragen.
Eine Belastungskomponente kann mit hineingebracht werden,
wenn man die Aufgabe erteilt, die Bälle so schnell wie möglich einzusammeln.

Mehrere Sammler sind vor allem dann angebracht,
wenn die Wechselzeiten zwischen 45 und 90 Sekunden liegen.
 
Die Spieler können zum Bälle sammeln auch als sog." Handtuch-Torrero" eingesetzt werden.
Die Spieler versuchen dabei wie ein Torrero die Bälle mit dem Handtuch einzufangen.

 

7.  Ein Zuspieler - Zwei Rückschläger

 

Diese Organisationsform bietet sich bei Übungsformen an,
die eine niedrige Einspielfrequenz haben.

Zudem handelt es sich u
m eine gute Übung zur Verbesserung der Beinarbeit.

 

8.  Ein Einspieler - mehrere Rückschläger

 

Diese Organisationsform eignet sich vor allem für Konditions- oder Technikübungen
unter erschwerten Bedingungen.
 
Zudem handelt es sich um eine gute Übung zur Verbesserung der Beinarbeit.

 

Eine neue Trainingsmethode !!!


 9.  Ein Einspieler - und feedback von einem Returnboard


Balleimer - TRAINING 

     ... wenn der Trainer die Bälle einspielt

     ... und vom RETURNBOARD
 
                                  ein feedback kommt ! 


Der Trainer legt beim Balleimertraining das Ziel der Übung fest.
Er erklärt dem Trainierenden die Schlagausführung.
Dementsprechend spielt er dann den Ball ein.

Die Rückmeldung zum ausgeführten Schlag erfolgt
durch das Absprungverhalten des Balles am Returnboard !

Das Feedback des eigenen Schlages sehen und erleben,
ist einprägsamer als viele Worte des Trainers.


Entsprechend des Schlagergebnisses gibt der Trainer
Korrekturhinweise zur Schlagausführung.



 Video   Balleimertraining mittels Returnboard
 
                                            

Wenn beim Balleimertraining neben der Plazierung auch Rückschlüsse
auf die mit dem ausgeführten Schlag erreichte Rotation,
also die Stärke des Spins sowie auf die Platzierung gezogen werden sollen,
dann ist der Einsatz des Returnboards zweckmäßig.

Zusätzlich werden bei dieser Übung nach dem ersten Ball
mit dem ansonsten beim Balleimertraining die Sequenz abgeschlossen ist, 

weitere Schläge innerhalb eines Ballwechsels


traininiert.

Hierbei wird deutlich, inwieweit das TIMING für Tempo, Platzierung und Rotation entwickelt ist,
um bereits einen mehrmaligen Ballwechsel spielen zu können.


 

Diese Elemente sind neu beim Balleimertraining !

Sie geben Trainer und Spieler

                  zusätzliche Hinweise beim Techniktraining !


Der Trainer kann zum Einen mit seinem Einspiel den gewollten Spin erzeugen
und mit seiner Einstellung des Blockwinkels am Returnboard
Rückschlüsse auf die vom Trainierenden erreichte Rotation ziehen.

Beide, Trainer und Spieler, erkennen das Schlag-Ergebnis anhand des Feedbacks.

Entsprechend kann der Trainer dann seine Korrekturhinweise geben.

Beim Balleinspielen variiert der Trainer sein Einspiel,
je nachdem, ob er den

Konterball
Topspin oder
Flip                   inklusive Beinarbeit trainiert.

Dementsprechend setzt er das Returnboard ein, in dem er 

                              


- den Blockwinkel vorgibt und einstellt,

- den Platz des Returnboards auf dem Tisch festlegt. 

                                 
entsprechend für das Vorhand- bzw. das Rückhand-Training.



Diese Balleimer-Übung vereinigt vorteilhaft die Teilkomlexe:

-  variables Balleinspiel vom Trainer aus dem Balleimer

-  feedback zur Qualität der Schlagausführung

-  und nachfolgendem Training eines Ballwechsels 

         bei vorgegebenem Blockwinkel

                und der dazu erforderlicher Beinarbeit 


Das Balleimertraining erhält damit

einen größeren Trainingsinhalt.



... demonstriert im YOUTUBE-Video   
"Balleimer-Training mit Returnboard"




                                        zu unserem Double Returnboard - Angebot